Gezielt Gemeinden gründen Teil 2

Heute geht es um das Thema: Was meinst du eigentlich, wenn Du von Gemeinde sprichst? Vielleicht zuallererst zur Klarstellung: ich meine die Gemeinde im Neuen Testament; die Gemeinde Jesu!
Das Neue Testament benutzt eine Vielzahl von Bildern und Vergleichen um diese Gemeinde zu beschreiben, ich möchte nur einige davon herausgreifen:

Ein Haus: Epheser 2,21-22; 1. (Ich nehme immer nur eine Bibelstelle exemplarisch, du findest, wenn Du suchst noch viele andere!)
Die Gemeinde ist nach diesem Bild ein Ort an dem Gott wohnt! An dem er baut! In dem er zuhause ist. Es geht nicht um einen Ort an dem die Gemeinde sich trifft, sondern die Menschen selbst sind das Gebäude.

Ein Leib: 1. Korinther 12,12-31
Paulus zeigt in diesem Bild auf, dass die Gemeinde beides ist: Vielfalt und Einheit! So wie die Glieder des Leibes zusammengehören aber verschiedene Aufgaben haben, so auch die Glieder der Gemeinde! Jeder soll seinen Platz finden und ausfüllen, genauso aber sollen wir die Rolle und den Auftrag der anderen akzeptieren und wertschätzen. So sind wir der Leib Jesu und repräsentieren ihn in der Welt!

Seine Braut: 2.Korinther 11:2; Epheser 5:25-32;
Dieses Bild zeigt uns, dass die Beziehung zwischen Jesus und der Gemeinde eine Liebesbeziehung ist! Der Bräutigam liebt seine Braut, er sehnt sich nach ihr, er will Zeit mit ihr verbringen! Es soll uns ermutigen und anspornen ihn genauso zu lieben. Und es erinnert uns daran, dass wir einer großartigen Hochzeit entgegengehen!

Eine Familie: Epheser 2:19
Als Gemeinde sind wir Gottes Familie. Jesus zeigt uns Gott als Vater. Er selbst ist der Erstgeborene unter vielen Brüdern (Römer 8:29) und die die Menschen mit denen wir konkret vor Ort leben sind unsere Brüder und Schwestern. Gemeinde ist also nach diesem Bild charakterisiert von vertrauensvollen Beziehungen, Zusammenhalt, Erziehung, Identität und vielem anderen was eine Familie ausmacht.

Wenn wir nun diese Bilder von Gemeinde, die uns das Neue Testament zeigt, anschauen und dem was ich oft in Gesprächen über Gemeinde höre gibt es da eine riesige Diskrepanz! Das zeigt sich alleine schon in der Äußerung: Ich gehe am Sonntag in die Gemeinde!

Viele denken beim Wort Gemeinde an ein Gebäude, eine Veranstaltung, einen bestimmten Namen oder eine Denomination bzw. Konfession. Es tauchen Bilder von einem Prediger, einer Lobpreisband oder von Kirchenbänken auf! Gemeinde ist kein Verein und keine Veranstaltung! Alle Bilder der Gemeinde im Neuen Testament sind geprägt von Beziehung!

  • Beziehung zu Gott – z.B. wir sind sein Wohnort, der Platz wo er sich zuhause fühlt, den er gestaltet!
  • Beziehung untereinander – z.B. wir sind sein Leib, die Glieder arbeiten zusammen, unterstützen sich usw.
  • Beziehung zur Welt um uns herum – z.B. wir sind ein Brief von Christi der von den Menschen um uns herum gelesen wird (für manche die einzige Bibel)

Beziehung ist also das wesentliche Merkmal einer Gemeinde! Jetzt lies doch noch einmal Apostelgeschichte 2:42-47 oder gleich die ganze Apostelgeschichte: Wie sah die Beziehung der ersten Jünger, der ersten Gemeinde zu Gott aus? Was wird darüber gesagt? Wie sah ihre Beziehung zueinander aus, ihr Zusammenleben! Und wie sah ihre Beziehung zur Welt, zu den Menschen um sie herum aus? Ich wünsche mir und bete dafür, dass uns dieses Bild der ntl. Gemeinde wieder prägt und Vorbild ist. Dass wir weniger an Zahlen, Statistiken und Veranstaltungen interessiert sind als an lebendigen Beziehungen. Ist dann alles eitel Wonne? Gibt es dann keine Verletzungen und Probleme mehr? Nein! Aber halt das ist wieder ein anderes Thema!

Ich hoffe, ich konnte Dich ein bisschen begeistern für Gemeinde, wie Gott sie gedacht hat! Bis bald!

Share

Prinzip 3: Gezielt Gemeinden gründen

David Garrison streift dieses Thema in seinem Buch nur sehr kurz. Wenn man den Namen Gemeinde-Gründungs-Bewegung nimmt, steckt das aber schon im Wort! Ich habe mich entschlossen, anhand von drei Fragen bzw. Statements, über dieses Thema zu schreiben. Fragen oder Aussagen, die ich so oder ähnlich schon gehört habe:

Ist es nicht Jesus, der Gemeinde gründet und baut?
Was meinst Du eigentlich, wenn Du von Gemeinde sprichst?
Gibt es nicht eh schon so viele Gemeinden?
Ich fange heute mal mit der ersten Frage an: Ist es nicht Jesus, der Gemeinde gründet und baut?
„Du bist Petrus und auf diesem Felsen will ich meine Gemeinde erbauen!“ Matthäus 16:18
In dieser Aussage Jesu steckt eigentlich schon die ganze Antwort: Jesus ist es, der Gemeinde gründet und baut, aber er tut es nicht ohne Menschen!
Er fängt an mit Petrus und den Aposteln und gebraucht sie, um Gemeinden zu gründen. Natürlich könnte Jesus das auch ohne uns. Aber Gott hat sich von Anfang an schon entschlossen, eine Partnerschaft mit uns Menschen einzugehen. Mit uns zusammen zu arbeiten!
Dann  taucht aber bei vielen sofort die Frage auf: „Waren es dann nicht nur die Apostel, die Gemeinden gegründet haben?“ Nein! Die Qualifikation von Petrus war nicht ein bestimmter Dienst oder gar ein Amt oder Titel, sondern seine Erkenntnis, dass Jesus der Messias, der von Gott gesandte Retter, war. Und das Versprechen von Jesus, ihn genau dazu zu gebrauchen: Gemeinde zu gründen! Der beste Beweis für seine Qualifikation waren dann Pfingsten und die Entstehung der ersten Gemeinde!  Und ich glaube wir sind uns alle einig darin, dass es letztlich Jesus war der durch Petrus gewirkt hat! Der Heilige Geist der ihn gebraucht hat, inspiriert hat, geleitet hat, so dass diese 3000 Menschen an Pfingsten zu Jesus kamen und sich taufen liessen. Die erste Gemeinde war entstanden! Du und ich, wir können diese Qualifikation ebenso erfüllen wie Petrus. Denn gerade das war ja sein Auftrag, andere zu Jüngern Jesu zu machen wie er selber einer war. (Matthäus 28:18ff).
Und tatsächlich gab es noch viele unbekannte Christen des ersten Jahrhunderts, in deren Häusern Gemeinden entstanden! Wie diese erste(n) Gemeinde(n) aussah(en), wird in Apostelgeschichte 2:41-47 beschrieben:
„Alle nun, die seine Botschaft bereitwillig annahmen, wurden getauft. Etwa 3000 Personen kamen an jenem Tag dazu. Sie hielten beharrlich an der Lehre der Apostel fest, an der geschwisterlichen Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den gemeinsamen Gebeten. Jeden Einzelnen ergriff eine tiefe Ehrfurcht vor Gott, und durch die Apostel geschahen viele Wunder und außergewöhnliche Zeichen. Alle Gläubig gewordenen aber bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam. Wer ein Grundstück oder anderen Besitz hatte, verkaufte es und verteilte den Erlös an die Bedürftigen. Tag für Tag waren sie einmütig im Tempel zusammen, trafen sich in ihren Häusern zum Brechen des Brotes und zu gemeinsamen Mahlzeiten. Alles geschah mit jubelnder Freude und redlichem Herzen. Sie lobten Gott und waren im ganzen Volk angesehen. Täglich fügte der Herr solche, die gerettet wurden, ihrer Gemeinschaft hinzu.“
Das wirft natürlich neue Fragen auf! Und diese führen zu meinem nächsten Punkt: „Was meinst Du eigentlich, wenn Du von Gemeinde sprichst?“ Dieser Frage werde ich nächste Woche nachgehen! Wenn es Dich interessiert, schau doch wieder vorbei!

Share

Ein gutes Neues Jahr!

Hallo! Ja, jetzt habe ich mich lange nicht gemeldet! Es gibt mich noch! Wieder mal mit neuem Gesicht. Aber nur deswegen, weil das alte Theme mir zusehends Schwierigkeiten bereitete. Also lieber ein bisschen schlichter, aber dafür funktionierts!
Mit diesem Video von Julia Engelmann wünsche ich euch ein gutes Neues Jahr!


Mein Plan für 2017? Immer noch eine sich multiplizierende Jüngerschaftsbewegung in Österreich! Na, vielleicht sollte ich eher sagen: Mein Traum! Mein Gebetsanliegen! Ja aber es gibt auch konkrete Pläne, die dazu beitragen dieses Ziel zu erreichen!

  • Gebetsspaziergänge und evangelistische Einsätze (der etwas anderen Art) in Linz,
  • Entdeckerbibelstudien mit verschiedenen Leuten starten (bzw. weitermachen),
  • unsere Leute trainieren.
  • Ja und zwei Buchprojekte habe ich auch noch im Hinterkopf!

Ich hoffe, dass ich auch wieder Zeit finde neue Blogbeiträge zu schreiben!Wenn Du dabei sein willst, melde Dich doch bei mir!

Share

Training in Linz – Feedback

Ich hab hier mal einige Auszüge von Feedbacks, die ich per Mail von den Teilnehmern in Linz bekommen habe zusammengestellt:

Also mir hat das Seminar sehr gut gefallen. Ihr beide wart sehr locker, habt euch der Führung des heiligen Geistes überlassen und dennoch war alles fokussiert.
Die grösste Überraschung war zu sehen das wir Gemeinde eigentlich anders leben sollten – das hat mich echt verblüfft. Der praktische Teil war sehr gut – war cool David zuzuschauen! war einfach sehr beeindruckend.
Gelernt habe ich das Gott bei mir ist wenn ich gehe und das ich keinen Master in Bibelkunde brauche um jemanden zu belehren sondern es ausreicht dem Heiligen Geist zu vertrauen. die Praxis kommt dann sicher auch noch 😉
Fazit : SUPER!
Karam

Es hat mir gefallen, dass ich mich auch einbringen konnte, was ich schon zu dem Thema Multiplikation angefangen hatte zu entwickeln, z.B. das Bild am Tuch, und Gedanken dazu.
Interessant war auch die Demo von einem EBS (Entdecker-Bibelstudium) in der Gruppe. Es haben dann auf einmal alle mitgeredet – ob beabsichtigt oder nicht – und das zeigt, dass es sehr motiviert hat, mitzumachen.
Ulli

Das Seminar hat mir gut gefallen. Das Ausprobieren war eine tolle Sache.(learning by doing).
Peter

Genial war, die 3/3 Aufteilung vom Hauskreis mit der Frage, wem sage ich es weiter, wie kann ich was konkret umsetzen und die Nachfrage im nächsten Hauskreis danach…..
Entdeckerbibelstudium finde ich auch toll und das Tuch von Ulli war sehr anschaulich.Den Sonntag hab ich als sehr praktisch und hilfreich empfunden…
Doris

Also mein Feedback ist: das Seminar ist der Hammer.
Was mir gefallen hat war, das wir das Gezeigte und Gesagte gleich gemacht haben!
Pepi

Mir hat der Samstag sehr gut gefallen, ich hab vor allem gelernt total entspannt auf Gott zu hören, was früher oft mit gewissem Stress verbunden war.
bin da auf jeden Fall mehrere Schritte weiter mit Jesus und euch gegangen,
Vor allem hatte ich den Eindruck, dass wir uns in der Gruppe wirklich sehr stärken haben können und das gegenseitig Zeugnis geben echt auferbaut hat,
bin sehr motiviert weiter dran zu bleiben!
Manuel

Was ich gelernt hab:
Lukas 10, 1-16: Wort Gottes ist lebendig geworden, vom Spiel zur Realität, Wirken des Heiligen Geistes offensichtlich und für mich auch spürbar.
Heiliger Geist hat zu jedem von uns geredet.
Der 4. Sessel neu! Cool! T4T ist EIN Tool wie Gott die Mensch erreichen will.
Ingrid

Wenn Du jetzt Appetit bekommen hast auch mal dabei zu sein, oder mehr zu erfahren schreib mir doch einfach!

Share

Prinzip 2: Großzügig säen

Vor einigen Jahren traf ich einen Mann, der sehr viele Menschen zu Jesus geführt und sie zu Jüngern gemacht hat! Er erzählte davon, dass viele, denen er helfen wollte, das gleiche zu tun wie er, ihm immer wieder sagen würden: „Ja das ist deine Gabe! Aber wenn wir mit Menschen sprechen, erfahren wir so viel Ablehnung, Widerstand und Gleichgültigkeit! Bei uns funktioniert das nicht so!“
Er sagte: „Weißt du, ich, erfahre genauso viel Opposition, aber ich höre einfach nicht auf, das Evangelium weiterzugeben.“ Das hat mich beeindruckt und ermutigt!
Als Jesus das Gleichnis vom Sämann erzählt (Markus 4:1-20), beschreibt er, wie dieser den Samen auf den unterschiedlichsten Böden aussät!
Es ist das Bild von jemandem, der das Evangelium großzügig und wahllos ausstreut. Es gibt nicht vorher eine Bodenuntersuchung. Der Boden wird nicht zuerst von Steinen befreit. Trotzdem findet der Same einen Weg, aufzugehen!
Dreißig, sechzig und sogar hundertfach! Das sollte unsere Einstellung sein, wenn wir das Evangelium weitergeben. Ja ich weiß. Ich möchte auch nicht gerne anecken und lieber angenommen und angehört werden. Ich such mir auch lieber die Leute aus und spreche mit solchen, die offen sind für das Evangelium. Und genau hier sollten wir auch anfangen! Da, wo es uns leicht fällt, das Evangelium weiterzugeben. Denn meistens sind es ein oder zwei negative Erfahrungen, die uns geprägt haben, und weswegen wir zögerlich sind, unseren Glauben weiter zu geben. Ist dir auch schon aufgefallen, dass viele leichter vom Sieg des Fußballvereins oder dem schwierigen Chef erzählen können als von Jesus. Ich glaube, das liegt auch daran, dass es hier um eine geistliche Dimension geht.
Der Schlüssel ist: Fang einfach an. Nimm dir einen Freund mit, zu zweit geht es immer leichter oder bitte jemand für dich zu beten, bevor du ein Gespräch mit jemandem hast. Mach dir keine Sorgen, du musst nicht alles wissen, bevor du mit jemanden über Jesus sprichst.
Und mit jedem Weitergeben wird es leichter! Jesus sagte, dass es ein ganz natürliches (bzw. geistliches) Nebenprodukt unserer Nachfolge ist, dass wir zu Menschenfischern werden! (Matthäus 4:19) Das heißt aber auch, dass das Menschenfischen zur Nachfolge gehört, ein Teil davon ist! Jeder Gläubige hat die Verantwortung, das Evangelium weiter zu geben! Und ich habe oft Überraschendes dabei erlebt. Leute, von denen ich es nie gedacht hätte, kamen zum Glauben.
Und genau das geschieht in Gemeinde-Gründungs-Bewegungen: Das Evangelium wird großzügig und verschwenderisch weiter gegeben! Nicht aus Zwang oder mit Druck. Nein, sondern weil das Herz voll ist mit Jesus, mit dem Erleben seiner Gnade kann man einfach nicht schweigen und gibt es weiter! Ich will das noch viel besser lernen! Du auch?

Share