10 Elemente von Gemeindegründungs-Bewegungen

 

1. Gebet

2.Reichliches und Großzügiges Säen des Evangeliums

3. Gezielte Gemeindegründung

4. Autorität der Heiligen Schrift

5. Einheimische Leiter

6. Leiter, die „Laien“ sind

7. Einfache, organische Gemeinde

8. Gemeinden die Gemeinden gründen

9. Schnelle Reproduktion

10. Gesunde Gemeinden
d.h. Gemeinden mit den fünf folgenden fünf Merkmalen:

  • Anbetung,
  • evangelistische und missionarische Bemühungen,
  • Schulung und Jüngerschaft,
  • Dienst und
  • Gemeinschaft

Aus dem Buch „Gemeindegründungsbewegungen“ von David Garrison. Wer das kleine Büchlein als PDF (76 Seiten) herunterladen möchte, kann das hier tun. Hier gibt es die gedruckte Version gratis. Wer sich ausführlicher damit beschäftigen möchte findet das umfangreichere Werk (297 Seiten) des Autors hier.

Verräter ihres Glaubens:

Das gefährliche Leben von Muslimen, die Christen wurden

Von Bruder Andrew und Al Janssen, Brunnen Verlag/Open Doors 2007

Das Buch hat nach meiner Ansicht zwei Absichten: es will uns mit der Situation der Christen in islamischen Ländern vertraut machen, und uns einen Weg zeigen, wie wir mit der Herausforderung des Islam umgehen.

Im ersten Teil des Buches lernen wir die Lebensgeschichten von Personen aus einem arabischen Land kennen. Diese Personen sind zwar fiktiv, aber dahinter stehen wirkliche Schicksale, die zu diesen fiktiven Personen verfremdet wurden. Wir erleben mit, wie es alteingesessenen Christen und Namenschristen im Nahen Osten geht, und auch was passiert, wenn Moslems sich Jesus zuwenden und beginnen ihm nachzufolgen. Die Geschichten sind interessant und nachvollziehbar geschrieben. Beim Lesen lebt und leidet man mit.

Im zweiten Teil wird die Frage gestellt: Wie gehst du mit der Herausforderung des Islam und mit Moslems persönlich um? Und dazu geben uns die Autoren vier Antworten:

  1. Alle Muslime zu lieben, indem wir ihnen das Evangelium bringen
  2. Zu vergeben, wenn sie uns bekämpfen
  3. Ein Leben der Hingabe an Jesus zu führen (dass Muslime uns ernst nehmen können)
  4. Den eigentlichen Kampf aufzunehmen, nämlich den geistlichen Kampf! Das bedeutet im Gebet für und mit den Menschen in diesen Ländern einzustehen. Und wenn Gott uns ruft auch zu gehen oder uns auf andere Weise für die Menschen dort einzusetzen.

Ich finde den zweiten Teil fast wichtiger. Wenn wir Dinge wie Selbstmordattentate oder ähnliches erleben oder davon hören, stehen wir in der Gefahr, im selben Geist des Hasses und der Gewalt zu reagieren. Zumindest verbal oder gedanklich. Wenn wir anfangen für Muslime zu beten und sie zu lieben, dann spiegeln wir den Geist Christi wieder. Und das  ist der einzige Weg diesen Kampf zu gewinnen.

Wer auch englische Bücher liest, dem möchte ich in diesem Zusammenhang noch zwei weitere Bücher empfehlen:

The Father Glorified: True Stories of God’s Power Through Ordinary People von Patrick Robertson und Miraculous Movements von Jerry Trousdale.

Hier noch ein Link zu Open Doors, dem Missionswerk zu dem die Autoren gehören.

 

Dafür wurdest du geboren

Dafür wurdest du geboren
Dafür wurdest du geboren

Dafür wurdest du geboren:  7 Schlüssel zu einem wundervollen Leben Autor: Bruce Wilkinson  Co-Autor: David Kopp
2011 Gerth Medien, 256 Seiten

Es fällt mir ein bisschen schwer,  eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Aber ich hatte mir vorgenommen: “Lies es und dann schreib etwas dazu!“  Ja eigentlich ist es mir auch nicht leicht gefallen das Buch zu lesen. Obwohl ich viele der Gedanken gut finde und nachvollziehen kann. Warum das so ist, weiß ich selbst (noch) nicht so genau. Aber fangen wir von vorne an:
Bruce Wilkinson, der Autor, ist im deutschsprachigen Raum vor allem durch sein Büchlein „Das Gebet des Jabez“ bekannt. Wer mehr über ihn wissen möchte, kann hier (auf englisch) nachlesen.Ich möchte zunächst einmal all die positiven Dinge herausheben und erklären,  warum ich das Buch durchaus für lesenswert halte:
Im ersten Teil zeigt Wilkinson, dass Gott sich für das Leben der Menschen interessiert, dass er eingreifen und helfen will, dass er aber dazu Boten braucht. Und hier kommt der Leser ins Spiel: Gott will Wunder tun, aber er braucht Boten,  die sie überbringen! Das ist eigentlich die Hauptbotschaft des Buches.

Im zweiten Teil geht es um das „Wie“. Wie will Gott das praktisch tun. Bruce Wilkinson nennt hier vier Schlüssel,  die Gott gebraucht:

  • Der Generalschlüssel –  unsere Bereitschaftserklärung: Ja ich will mich gebrauchen lassen.
  • Der Menschenschlüssel – Gott sucht den Menschen, die Zeit und den Ort aus. Er bestimmt, wie er mich gebrauchen will, nicht ich.
  • Der Heilige Geist Schlüssel – ich muss mit dem Heiligen Geist zusammenarbeiten, damit das geschehen kann, was Gott will.
  • Der Risikoschlüssel – es geht darum, in der Abhängigkeit von Gott Glaubensschritte zu wagen.

Diesen Teil halte ich eigentlich für den wertvollsten, weil er uns hilft, ganz praktische Schritte auf Menschen zuzugehen und mit Gottes  Hilfe zu rechnen.

Im dritten Teil will der Autor dann zeigen welche Hinweise Gott uns gibt, die darauf hindeuten, dass er jetzt ein Wunder tun will. Er beschreibt dann fünf Signale, an denen wir das erkennen sollen:

  • Ein Impuls von Gott
  • Ein Fingerzeig (durch das Verhalten der Person)
  • Der klärende Anstoß –wie ich den Fingerzeig durch Nachfragen verifizieren kann
  • Eine Eingebung des Heiligen Geistes
  • Furcht als Alarmsignal

Hier geht es um Führung Gottes und dem Gehorsam gegenüber dieser Führung! Sehr gut finde ich auch seine Begründung, dass Furcht nicht unbedingt ein Zeichen dafür ist, dass wir etwas nicht tun sollten, sondern eher dafür, dass es Zeit, ist etwas zu wagen!

Den dritten Teil, schließt der  Autor dann mit einer Wiederholung des ersten Teiles unter dem Titel: Fünf Schritte zum Wunder.

Im vierten Teil behandelt  Wilkinson dann 3 Themen, die er „Sonderlieferungen“ nennt. Diese  Themen sind: Finanzen, Lebenstraum und Vergebung.

Bei den Finanzen hat er die originelle (und nachahmenswerte) Idee, ein sogenanntes „Gottesfach“ in der Geldbörse einzuführen. In dieses Fach wird ein Betrag gesteckt, den man sich von Gott zeigen lässt. Gott zeigt dir dann die Person, der du das Geld geben sollst.

Beim Thema Lebenstraum geht es darum jemanden zu helfen der entmutigt ist und  nicht mehr an seinen Lebenstraum glaubt. Diese Person neu zu ermutigen nicht aufzugeben, und erneut an den Lebenstraum zu glauben .

Und bei der Vergebung geht es dann darum,  Menschen die noch eine Last mit sich herumtragen, zu helfen,  dass sie vergeben können.

Was das Lesen für mich mühsam gemacht hat waren wohl die vielen Wiederholungen,  mit denen der Autor versucht sein Thema nahezubringen. Dann finde ich die Wortwahl „Wunder“ auch nicht ganz so geglückt.  Ich weiß nicht,  ob es Ausdrücke wie z.B. „übernatürliche Führung“  oder „Zusammenarbeit mit Gott“ besser getroffen hätten. Denn einerseits  versucht er zu erklären „dass die meisten von uns niemals von Gott die Vollmacht bekommen werden, jemanden zu heilen oder auf dem Wasser zu gehen.“ (Seite 23)  Andererseits erklärt er, dass es „persönliche“, „alltägliche“ ja „vorhersehbare Wunder“ gibt.  Ich würde das dann eher einfach ein normales Erleben nennen, wenn man mit Gott zusammenarbeitet. Ich weiß  schon, dass  er damit Leute ermutigen will, die sich irgendwie nicht vorstellen können,  dass Gott durch sie wirkt. Aber ob er das Ziel so erreicht? Mich hat es jedenfalls eher befremdet.

Inwieweit vielleicht auch die Übersetzung des Buches ins Deutsche die Lesbarkeit erschwert kann ich nicht beurteilen, da ich das englische Original nicht gelesen habe.

Zu den drei Sonderlieferungen oder Spezialschlüsseln, denke ich, wäre es vielleicht besser gewesen noch ein zweites Buch zu schreiben.

Ganz unglücklich vom Verlag finde ich die „15 Fragen die oft gestellt werden“ am Ende des Buches. Ohne Antworten. Nur mit dem Hinweis auf die englischsprachige Webseite für die Antworten. Wenn das Buch sowieso schon so in die Länge gezogen wird, hätte man die Antworten auch noch anhängen können. Oder sich die Fragen sparen, denn Sinn dieses Anhangs kann ich irgendwie nicht erkennen.

Mein Fazit: Allein schon die vielen Geschichten machen das Buch lesenswert. Aber vor allem der Ruf aufmerksam zu sein. In dem Bewusstsein zu leben, dass Gott mich zu den Menschen rundherum gesandt hat und mir hilft ihnen etwas von ihm zu bringen. Ihnen durch mich zu begegnen. Auch die praktischen Anregungen wie man der Führung des Heiligen Geistes folgen kann und mit Menschen ins Gespräch kommt, sind es wert das Buch zu lesen. Aber ein bisschen dünner und direkter wäre es auch gegangen!

PS: Gerade habe ich bei Gerth Medien gesehen, dass das Buch vergriffen ist, und auch nicht neu aufgelegt wird. Vielleicht wäre eine überarbeitete und gekürzte Version doch eine Idee?

 

 

Wort zum Montag 1/14

Das Thema „Jüngerschaft“, „Jünger machen“ hat mich im vergangenen Jahr sehr beschäftigt und wird mich auch in diesem Jahr sowohl in der Praxis als auch theoretisch weiter beschäftigen.  Ein Zitat von Mike Breen  aus seinem Buch „Building a dicipleship culture“, das ich sehr gut finde, möchte ich euch hier weitergeben:

„If you make disciples, you always get the church. But if you make a church, you rarely get disciples.“

„Wenn du Jünger machst, entsteht immer Gemeinde. Aber wenn Du eine Gemeinde aufmachst, bekommst du selten Jünger.“

(meine Übersetzung)

Gut? Provokativ? Dann wären natürlich noch die Begriffe zu klären: Was ist ein Jünger? Wie kann man Jünger machen bzw. was heißt das? Ich würde mich freuen von dir zu hören, was du dazu denkst!