Verräter ihres Glaubens:

Das gefährliche Leben von Muslimen, die Christen wurden

Von Bruder Andrew und Al Janssen, Brunnen Verlag/Open Doors 2007

Das Buch hat nach meiner Ansicht zwei Absichten: es will uns mit der Situation der Christen in islamischen Ländern vertraut machen, und uns einen Weg zeigen, wie wir mit der Herausforderung des Islam umgehen.

Im ersten Teil des Buches lernen wir die Lebensgeschichten von Personen aus einem arabischen Land kennen. Diese Personen sind zwar fiktiv, aber dahinter stehen wirkliche Schicksale, die zu diesen fiktiven Personen verfremdet wurden. Wir erleben mit, wie es alteingesessenen Christen und Namenschristen im Nahen Osten geht, und auch was passiert, wenn Moslems sich Jesus zuwenden und beginnen ihm nachzufolgen. Die Geschichten sind interessant und nachvollziehbar geschrieben. Beim Lesen lebt und leidet man mit.

Im zweiten Teil wird die Frage gestellt: Wie gehst du mit der Herausforderung des Islam und mit Moslems persönlich um? Und dazu geben uns die Autoren vier Antworten:

  1. Alle Muslime zu lieben, indem wir ihnen das Evangelium bringen
  2. Zu vergeben, wenn sie uns bekämpfen
  3. Ein Leben der Hingabe an Jesus zu führen (dass Muslime uns ernst nehmen können)
  4. Den eigentlichen Kampf aufzunehmen, nämlich den geistlichen Kampf! Das bedeutet im Gebet für und mit den Menschen in diesen Ländern einzustehen. Und wenn Gott uns ruft auch zu gehen oder uns auf andere Weise für die Menschen dort einzusetzen.

Ich finde den zweiten Teil fast wichtiger. Wenn wir Dinge wie Selbstmordattentate oder ähnliches erleben oder davon hören, stehen wir in der Gefahr, im selben Geist des Hasses und der Gewalt zu reagieren. Zumindest verbal oder gedanklich. Wenn wir anfangen für Muslime zu beten und sie zu lieben, dann spiegeln wir den Geist Christi wieder. Und das  ist der einzige Weg diesen Kampf zu gewinnen.

Wer auch englische Bücher liest, dem möchte ich in diesem Zusammenhang noch zwei weitere Bücher empfehlen:

The Father Glorified: True Stories of God’s Power Through Ordinary People von Patrick Robertson und Miraculous Movements von Jerry Trousdale.

Hier noch ein Link zu Open Doors, dem Missionswerk zu dem die Autoren gehören.

 

Geh – Bet

Blick auf Linz vom Römerberg
Blick auf Linz vom Römerberg

Klingt irgendwie sperrig, der Titel. Was soll das überhaupt bedeuten? Andeuten soll der Titel eine Kombination aus den zwei Worten: Gehen und Beten. Ich bin ja jemand, der sich sowieso schwer tut, beim Gebet still zu halten. Für mich ist es normal aufzustehen und herum zu gehen. Noch besser für mich also, wenn das schon zum Gebet dazu gehört! Die ganz Schnellen haben es schon herausgefunden: es geht um Gebetsspaziergänge, Prayerwalking  auf englisch . Was tut man da und wozu soll es gut sein? Also, ich kann nur darüber erzählen, was wir tun, und wie wir es tun! Der erste Schritt, den wir getan haben, war herauszufinden: „Wohin sollen wir gehen?“ Und tatsächlich hatten wir den Eindruck, dass Gott  uns zeigt, wohin wir gehen sollen. In unserem Fall waren das bestimmte Stadtteile von Linz. Danach haben wir nur noch zwei Dinge getan : Gesammelt und Gesegnet!

Sammeln

Nein kein Geld, sondern Informationen. Einige Infos haben wir vor dem Gehen schon gesammelt: Entstehung und Geschichte des Stadtteils, Einwohner und andere grundsätzliche Informationen. Dann ging es los. Und auch während des Gehens und Betens war unser Anliegen, dass Gott uns etwas zeigt. Einer der Eindrücke war: Einsamkeit, hier haben die Menschen wenig Kontakt miteinander. Ein anderer war: offene Türen für das Evangelium. Mit diesem Wissen konnten wir dann zum zweiten Teil übergehen.

Segnen

Anhand unserer informationen über die Geschichte des Stadtteils, haben wir für Versöhnung zwischen Gruppen, die dort Konflikte miteinander haben, gebetet . Wir haben die Menschen gesegnet, mit Mut aufeinander zuzugehen. Dafür, dass die Einsamen zur Gemeinschaft mit Gott und anderen Menschen finden. Wir haben gebetet, dass Jesus die offenen Türen für das Evangelium zeigt. Für die Christen die hier leben, dass Jesus ihnen Mut und Gelegenheit gibt ihren Glauben weiterzugeben. Das ist nur ein kleiner Teil des Geh-Bets. Damit du ein bisschen ein Bild davon bekommst.

Vielleicht sagst du jetzt: Ja und? Was tut ihr jetzt praktisch, ist ja nur Gebet! Wir sind überzeugt,  dass dort, wo wir beten, Gott wirkt und Veränderung beginnt. Und manchmal sind die Beter auch die Gebetserhörung (vgl.Lukas 10:2-3)

Ist Gehen und Beten ein neuer Gedanke für dich?
Wo und wie fällt es dir am leichtesten zu beten, wo kannst du Jesus begegnen?
Was sind Vorteile oder Nachteile von Gebetsspaziergängen?
Hast du schon einmal einen Gebetsspaziergang mit einer Gruppe von Leuten gemacht? Wie ging es dir dabei?