Prinzip 3: Gezielt Gemeinden gründen

David Garrison streift dieses Thema in seinem Buch nur sehr kurz. Wenn man den Namen Gemeinde-Gründungs-Bewegung nimmt, steckt das aber schon im Wort! Ich habe mich entschlossen, anhand von drei Fragen bzw. Statements, über dieses Thema zu schreiben. Fragen oder Aussagen, die ich so oder ähnlich schon gehört habe:

Ist es nicht Jesus, der Gemeinde gründet und baut?
Was meinst Du eigentlich, wenn Du von Gemeinde sprichst?
Gibt es nicht eh schon so viele Gemeinden?
Ich fange heute mal mit der ersten Frage an: Ist es nicht Jesus, der Gemeinde gründet und baut?
„Du bist Petrus und auf diesem Felsen will ich meine Gemeinde erbauen!“ Matthäus 16:18
In dieser Aussage Jesu steckt eigentlich schon die ganze Antwort: Jesus ist es, der Gemeinde gründet und baut, aber er tut es nicht ohne Menschen!
Er fängt an mit Petrus und den Aposteln und gebraucht sie, um Gemeinden zu gründen. Natürlich könnte Jesus das auch ohne uns. Aber Gott hat sich von Anfang an schon entschlossen, eine Partnerschaft mit uns Menschen einzugehen. Mit uns zusammen zu arbeiten!
Dann  taucht aber bei vielen sofort die Frage auf: „Waren es dann nicht nur die Apostel, die Gemeinden gegründet haben?“ Nein! Die Qualifikation von Petrus war nicht ein bestimmter Dienst oder gar ein Amt oder Titel, sondern seine Erkenntnis, dass Jesus der Messias, der von Gott gesandte Retter, war. Und das Versprechen von Jesus, ihn genau dazu zu gebrauchen: Gemeinde zu gründen! Der beste Beweis für seine Qualifikation waren dann Pfingsten und die Entstehung der ersten Gemeinde!  Und ich glaube wir sind uns alle einig darin, dass es letztlich Jesus war der durch Petrus gewirkt hat! Der Heilige Geist der ihn gebraucht hat, inspiriert hat, geleitet hat, so dass diese 3000 Menschen an Pfingsten zu Jesus kamen und sich taufen liessen. Die erste Gemeinde war entstanden! Du und ich, wir können diese Qualifikation ebenso erfüllen wie Petrus. Denn gerade das war ja sein Auftrag, andere zu Jüngern Jesu zu machen wie er selber einer war. (Matthäus 28:18ff).
Und tatsächlich gab es noch viele unbekannte Christen des ersten Jahrhunderts, in deren Häusern Gemeinden entstanden! Wie diese erste(n) Gemeinde(n) aussah(en), wird in Apostelgeschichte 2:41-47 beschrieben:
„Alle nun, die seine Botschaft bereitwillig annahmen, wurden getauft. Etwa 3000 Personen kamen an jenem Tag dazu. Sie hielten beharrlich an der Lehre der Apostel fest, an der geschwisterlichen Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den gemeinsamen Gebeten. Jeden Einzelnen ergriff eine tiefe Ehrfurcht vor Gott, und durch die Apostel geschahen viele Wunder und außergewöhnliche Zeichen. Alle Gläubig gewordenen aber bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam. Wer ein Grundstück oder anderen Besitz hatte, verkaufte es und verteilte den Erlös an die Bedürftigen. Tag für Tag waren sie einmütig im Tempel zusammen, trafen sich in ihren Häusern zum Brechen des Brotes und zu gemeinsamen Mahlzeiten. Alles geschah mit jubelnder Freude und redlichem Herzen. Sie lobten Gott und waren im ganzen Volk angesehen. Täglich fügte der Herr solche, die gerettet wurden, ihrer Gemeinschaft hinzu.“
Das wirft natürlich neue Fragen auf! Und diese führen zu meinem nächsten Punkt: „Was meinst Du eigentlich, wenn Du von Gemeinde sprichst?“ Dieser Frage werde ich nächste Woche nachgehen! Wenn es Dich interessiert, schau doch wieder vorbei!

10 Elemente von Gemeindegründungs-Bewegungen

 

1. Gebet

2.Reichliches und Großzügiges Säen des Evangeliums

3. Gezielte Gemeindegründung

4. Autorität der Heiligen Schrift

5. Einheimische Leiter

6. Leiter, die „Laien“ sind

7. Einfache, organische Gemeinde

8. Gemeinden die Gemeinden gründen

9. Schnelle Reproduktion

10. Gesunde Gemeinden
d.h. Gemeinden mit den fünf folgenden fünf Merkmalen:

  • Anbetung,
  • evangelistische und missionarische Bemühungen,
  • Schulung und Jüngerschaft,
  • Dienst und
  • Gemeinschaft

Aus dem Buch „Gemeindegründungsbewegungen“ von David Garrison. Wer das kleine Büchlein als PDF (76 Seiten) herunterladen möchte, kann das hier tun. Hier gibt es die gedruckte Version gratis. Wer sich ausführlicher damit beschäftigen möchte findet das umfangreichere Werk (297 Seiten) des Autors hier.

Verräter ihres Glaubens:

Das gefährliche Leben von Muslimen, die Christen wurden

Von Bruder Andrew und Al Janssen, Brunnen Verlag/Open Doors 2007

Das Buch hat nach meiner Ansicht zwei Absichten: es will uns mit der Situation der Christen in islamischen Ländern vertraut machen, und uns einen Weg zeigen, wie wir mit der Herausforderung des Islam umgehen.

Im ersten Teil des Buches lernen wir die Lebensgeschichten von Personen aus einem arabischen Land kennen. Diese Personen sind zwar fiktiv, aber dahinter stehen wirkliche Schicksale, die zu diesen fiktiven Personen verfremdet wurden. Wir erleben mit, wie es alteingesessenen Christen und Namenschristen im Nahen Osten geht, und auch was passiert, wenn Moslems sich Jesus zuwenden und beginnen ihm nachzufolgen. Die Geschichten sind interessant und nachvollziehbar geschrieben. Beim Lesen lebt und leidet man mit.

Im zweiten Teil wird die Frage gestellt: Wie gehst du mit der Herausforderung des Islam und mit Moslems persönlich um? Und dazu geben uns die Autoren vier Antworten:

  1. Alle Muslime zu lieben, indem wir ihnen das Evangelium bringen
  2. Zu vergeben, wenn sie uns bekämpfen
  3. Ein Leben der Hingabe an Jesus zu führen (dass Muslime uns ernst nehmen können)
  4. Den eigentlichen Kampf aufzunehmen, nämlich den geistlichen Kampf! Das bedeutet im Gebet für und mit den Menschen in diesen Ländern einzustehen. Und wenn Gott uns ruft auch zu gehen oder uns auf andere Weise für die Menschen dort einzusetzen.

Ich finde den zweiten Teil fast wichtiger. Wenn wir Dinge wie Selbstmordattentate oder ähnliches erleben oder davon hören, stehen wir in der Gefahr, im selben Geist des Hasses und der Gewalt zu reagieren. Zumindest verbal oder gedanklich. Wenn wir anfangen für Muslime zu beten und sie zu lieben, dann spiegeln wir den Geist Christi wieder. Und das  ist der einzige Weg diesen Kampf zu gewinnen.

Wer auch englische Bücher liest, dem möchte ich in diesem Zusammenhang noch zwei weitere Bücher empfehlen:

The Father Glorified: True Stories of God’s Power Through Ordinary People von Patrick Robertson und Miraculous Movements von Jerry Trousdale.

Hier noch ein Link zu Open Doors, dem Missionswerk zu dem die Autoren gehören.