Wie hat Jesus Jünger gemacht?

 

Den ersten Schritt um Jünger zu machen, tat Jesus, indem er sie rief: „Komm mit, folge mir nach!“ Jesus wartete also nicht, wie die anderen jüdischen Rabbis, dass Jünger zu ihm kamen und sich bei ihm bewarben. Er ergriff die Initiative. Dabei gab es immer zwei Möglichkeiten: Erstens: Mitgehen, das bedeutete auch immer ein Loslassen. Oder zweitens: Zurückbleiben, das eigene Leben festhalten und Jesus loslassen. Beispiele gibt es genug: Petrus und sein Bruder Andreas, Jakobus und Johannes, der Zolleinnehmer Levi, sie ließen alles stehen und liegen und folgten Jesus nach. Dann gab es andere wie den reichen, jungen Mann, der traurig wegging. Oder wieder andere, von denen keine Reaktion überliefert ist, nachdem Jesus ihnen die Kosten der Nachfolge deutlich gemacht hat. (Lukas  9:57-62)

Dann fällt es auf, dass Jesus nicht nur Einzelne ruft, sondern Freunde, Brüder, ja ganze Familien: Andreas und Petrus, Jakobus und Johannes, Martha, Maria und Lazarus. In Johannes 1:35ff beispielsweise wird das deutlich. Jesus lehrte seine Jünger auch nicht als Einzelne. Es gibt nur ganz wenige Ereignisse, wo Jesus mit einem Jünger alleine sprach. Mir fallen nur die zwei Beispiele ein. Das eine Mal, als es um die Tempelsteuer geht, und Jesus mit Petrus darüber spricht (Matthäus 17:25-26) und das andere Mal, als Nikodemus in der Nacht zu ihm kommt (der ja eigentlich noch kein Jünger war) Johannes 3:1 ff. Aber meistens lehrte er sie als ganze Gruppe. Sie hörten seine öffentlichen Predigten, die er ihnen danach oft noch genauer erklärte, dabei auf ihre Fragen einging und sie beantwortete. Er nahm das Verhalten der Jünger selbst, etwas, das sie sagten oder taten, als Anlass, ihnen etwas beizubringen. Ihre Sehnsucht nach Größe, ihre Haltung zu Kindern oder Frauen, ihre Einschätzung des Reichtums oder ihre Haltung zu Ehe und Scheidung. Seine Lehre war praktisch, relevant, gespickt mit Beispielen und Geschichten und hatte immer einen Bezug zu ihrem Leben, auch wenn sie nicht immer alles verstanden.

Er lehrte sie durch seine Worte, seine Wunder, aber vor allem durch sein Vorbild. Er gebrauchte Geschichten aus ihrem Lebensalltag, die sie verstanden. Er zeigte ihnen, wie sie beten sollten. Und er brachte ihnen bei, seine Werke zu tun. Er wusch ihnen die Füße. Korrigierte und schalt sie. Sie lebten mit ihm, sie liebten ihn und sie lernten von ihm.

Er wollte, dass sie verstanden, dass das Reich Gottes andere Werte hat als die Welt. Er wollte, dass sie ihren Charakter von Gott formen ließen. Er gab ihnen Vollmacht, dass sie lernten, seine Werke zu tun und seinen Auftrag auszuführen, obwohl sie nicht perfekt waren, und ihre Reife noch ausbaufähig war. Er wollte, dass sie von ihm und voneinander lernten.

Also wie machte Jesus Jünger?

Er rief sie und wartete nicht, bis sie perfekt waren, es gab auch keine Prüfung! Nur die Herausforderung: Komm mit!

Er rief sie nicht alleine, sie sollten nicht nur von ihm lernen sondern auch im Zusammenleben!

Er lehrte sie im Alltag, im Zusammenleben, er sprach die Fragen an, die sie bewegten. Er vermittelte ihnen kein theologisches System sondern offenbarte den Vater!

Wie machst du (ihr) Jünger? Machst du (macht ihr) Jünger?

 

Konferenzen

watson_2013 Heute möchte ich euch zwei Veranstaltungen ans Herz legen, die nach meinem Erachten sehr gut sind und bei denen es sich auf jeden Fall lohnt dabei zu sein. Die erste seht ihr hier schon links auf dem Bild. Wenn ihr darauf klickt findet ihr noch genauere Informationen dazu! Die zweite Veranstaltung wird in Wien, in der Vineyard Gemeinde sein. Dennis und Lynn Walker werden dort von 28.- 30. Juni einige Vorträge halten. Mehr Infos dazu habe ich noch nicht. Ich kenne sie von einem Heilungs-Seminar und kann sie nur sehr empfehlen, vor allem für Leute, die sich für den Heilungsdienst interessieren bzw. ausrüsten lassen wollen! Mehr Information zu ihnen und auch eine Menge Sachen die man sich anhorchen kann (zum Teil auch mit deutscher Übersetzung) findet ihr hier.